FAQ V8 Umbau - was immer gefragt wird...

E30, E36 und E46

Stand 28.04.2024

 

Was kostet der Umbau?

Die Kosten beginnen bei ca. 8.000 € und hängen extrem von dem eigenen Können und den Randbedingungen ab. 

Ich führe keine Umbauten im Auftrag durch, das lässt die Zeit leider nicht zu. Daher nachfolgend die Kostenaufstellung für den Eigenbau:

 

  • Spender E38/E39 740i/540i: 2.500 €
  • Motor: 1500 €
  • Getriebe: 0 - 1.500 €
  • Gelenkwelle: 100 - 300 €
  • Motor(teil)revision: 0 - 2.500 €
  • Ölwanne: 500 - 1.400 €
  • Krümmer: 300-400 €
  • Lenkspindel: 250 €
  • Servoverschlauchung: 100 - 150 €
  • Kühlsystem: 200 - 400 €
  • Abgasanlage: 800 - 1.500 €
  • Elektrik: 150 - 750€
  • Kleinzeug: 2000 €
  • TÜV: 800 - 1.500 €

 

 

Kann man den Umbau eintragen lassen? 

Natürlich! Der wohl bekannteste E36 V8 steht in einem Showroom in Dortmund und ist nicht abnahmefähig, woraufhin viele den falschen Schluss ziehen, dass dieser Umbau nicht eintragungsfähig ist.

Wer sauber baut und die richtigen Teile verwendet, wird mit dem TÜV keinerlei Probleme bekommen.

Auch wenn die Abnahme nach dem Umbau erfolgt, solltet ihr euch vor dem Beginn bereits um dieses Thema kümmern.

Kontaktiert die Prüfer/Firmen eurer Wahl und schildert euer Vorhaben. Sinnvoll ist eine Ausarbeitung in schriftlicher Form, je mehr Informationen, desto besser.

Mir sind Abnahmen beim TÜV SÜD in den Technischen Stützpunkten für Preise im Bereich von 300 Euro nur aus Bayern bekannt, der Rest der Republik muss tiefer in die Tasche greifen. Solltet ihr euch an eine Firma wenden, welche den Service der Eintragung anbietet, habt ihr zumeist keinen Stress und dabei viele Nerven gespart. Diesen Komfort lassen sich die Firmen bezahlen, wobei in den meisten Fällen auch teure Festigkeitsgutachten gefertigt wurden, welche es zu refinanzieren gilt.

Ich kann aus persönlicher Erfahrung und Überzeugung die Firma Knoop Motorsport in Mülheim an der Mosel empfehlen.

Sollte euer Prüfer einen Festigkeitsnachweis der Karosserie fordern, wechselt den Prüfer. BMW hat kein Interesse für euren Umbau zu haften, daher werdet ihr diesen Nachweis niemals in den Händen halten. Es bedarf eines Sachverständigen, der Lust auf den Umbau hat, sich bestenfalls mit BMW bereits befasst hat und nicht nur darauf reduziert ist, Gutachten und Prüfberichte zu wälzen.

Die Schadstoffklasse ist jedoch im Auge zu behalten, Details dazu in der entsprechenden Kategorie.


Welche Basis?

Unabhängig der Baureihe eignen sich natürlich ///M Fahrzeuge mit WBS VIN am Besten. Hier besteht die Möglichkeit die Leistung von 286 PS über die 40% Regelung stressfrei einzutragen.

Bei AG Fahrzeugen ist es ausreichend, jeweils in Bezug auf das Fahrwerk auf den Stand der größten Motorisierung aufzurüsten. Ausnahme dabei bildet der E36, aufgrund der im Bereich der Hinterachs- und Getriebehalteraufnahme ist hier auch die Karosserie auf Stand des M3 zu bringen.

 

Muss die Karosserie bearbeitet werden?

Nein, nicht pauschal. Bei E30 Umbauten wird im Bereich Stirnwand/Motorträger(Längsträger) gerne nachgeholfen um den Krümmern Platz zu machen, entsprechende Krümmer können aber hier Abhilfe schaffen.

Mit Ausnahme von diversen Haltern die an die Karosse anzubringen sind für Leitungen, Behälter etc. sind keine strukturellen Eingriffe notwendig.

 

Welcher Motor ist empfehlenswert?

Geschmackssache! Für die hier in Rede stehenden Baureihen kommen vier Motoren in Frage, M60, M62, M62TU und N62.

Der M60B40 Motor ist vom alten Schlag, er hat eine Duplexkette und lenkt die Kette im V per Zahnrad um. Der Motor war im E32, E34 und in den ersten E38 bis 1995 verbaut.

Der M62B44 hat 10% mehr Hubraum und 5% mehr Drehmoment und steht entsprechend besser im Futter. Nachteilig ist der Kettentrieb, hier ist eine Simplexkette verbaut, welche über eine Gleitschiene im V umgelenkt wird.

Der M62B44TU verfügt über VANOS und eine elektrische Drosselklappe. Der Motor hat nochmal 20 Nm mehr Drehmoment als der M62B44 und ist zweifelsfrei das potenteste Aggregat. Dieser Motor wird mit E-Gas bedient, für E30 und §6 möglicherweise ungewöhnlich, beim E46 passend.

Für den E46 kommen auch noch N62 Motoren in Betracht, da mit dem E53 4.4 und 4.8is eine Schnittstelle geschaffen wurde, diese Motoren auf der E46 Plattform zu fahren. Diese Motoren brauchen aber Liebe, Valvetronic, Ventilschaftdichtungen und Wasserrohr wollen im Auge behalten werden.

 

Spender oder Teilekauf?

Der Spender ist definitiv die bessere Variante mit vielzähligen Vorteilen. Solltet ihr keinen Unfaller kaufen, so kann das Aggregat und das Getriebe Probe gefahren werden. Das hat den Vorteil, dass man am Ende weiß, ob man bei eventuellen Fehlern den Ansatz bei sich selber suchen muss, oder der Motor vielleicht schon vorher Probleme hatte.

Darüber hinaus bietet so ein Spender allerlei nutzbare Einzelteile. Es kommt immer auf das konkrete Vorhaben an, jedoch ist die Aufbewahrung von Kühlwasserverschlauchung, Kabelbaum und Gaszug anheimgestellt. Sinnvoll ist auch die Übernahme der Katalysatoren, wenngleich das kein Muss ist, es gibt Zulässiges im Zubehör.

Das Schlachten wird zumeist mit dem Ergebnis belohnt, dass man nach dem Verkauf der nicht benötigten Teile den Kauf größtenteils oder vollständig refinanziert hat, der Motor ist somit quasi kostenlos. Mein E38 hat mir ein Plus beschert, welches ich direkt in die Überholung des Motors versenkt habe.

Das Schlachten eines Fahrzeuges in der heimischen Garage ist jedoch rechtlich nicht unumstritten, bedarf Zeit und ein nicht unerhebliches Maß an Platz. Die Innenaustattung eines E38 nimmt beispielsweise schon viel Platz ein.

 

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